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Bayerische Schimpfwörter: Tabelle und Übersetzung

Schöne bayerische Seen- und Alpenlandschaft

Der Bayer ist ein feiner Kerl, der nicht nur seinen Widerwillen gerne in Schimpfwörtern verpackt. Nein, er kann sogar mit Schimpfwörtern loben. Durch die Blume quasi. Egal, ob Sie aus Bayern stammen oder nicht: Bayerische Schimpfwörter sind einmalig! Hier finden Sie eine Liste bayerischer Schimpfwörter. Lesen Sie auch meine kleine bayerische Sprachbiographie in Schimpfwörtern!

Aff, deralberne Person; eitler Mensch
Am Depp sei Brotzeitbeitlbesonders lächerliche Form für Trottel, Tölpel, dummer Mensch
Antn, dieFrau, die watschelt wie eine Ente und ebenso gerne quakt
Asphaltschwoibn, die(=Asphaltschwalbe); Prostituierte, leichtes Mädchen
Auf da Brennsuppn dahergschwummaunerfahren sein; ein Mensch, der keine Ahnung hat; Mensch ohne Bedeutung; beschränkter Mensch
ausgschamtunverschämt
Bagage, dieGesindel, Sippe
Bamhackleter, derschmutzige Person
Bazi, der(durchtriebener) Schlingel
Bettbrunzer, derBettnässer
Bixlmadam, dieFrau, die sich ziemlich herrichtet, um reich zu wirken, aber eigentlich arm ist
Bixn, dieeigtl.: Büchse; aber auch: Frau/Vagina; lebenslustiges, aufgewecktes Mädchen; Sprichwort: A oide Bixn ko a no krachn (eine alte Frau kann auch noch Spaß im Bett haben)
Bixnmacher, der(=Büchsenmacher); Vater mehrerer Töchter
Blunzn, die(Blunze = Blutwurst; Harnblase vom Schwein); dicke, unförmige Frau
Bochratz, dieungepflegte Person
Britschn, dieVagina; bösartige, redeselige Frau; Prostituierte
Brunzkachl, diealte Frau
Daddl, deralter, zittriger Mann
damische Gretel, diesehr dumme Frau
deppatdämlich
Decklkatz, dieProstituierte, die offiziell arbeitet, da sie amtlich gemeldet ist
Doldi, derungeschickter, unzuverlässiger, alberner Mensch; Hanswurst
doorate/dosohrate/dosohrade/dusohrate Hehnataubes Huhn
Drutschn, dieeinfältige und ungeschickte Frau
Dschamsterer, derLiebhaber, Freund; in manchen Regionen ein Liebhaber, der seiner Liebsten voll und ganz hörig ist
Fackl, dasFerkel, Dreckspatz, Schmutzfink
fadlangweilig
Fettel,diebeleibte Frau
Flitscherl, dasLeichtlebige junge Frau; Flittchen
foischa Fuchzga, derPerson, die nicht die Wahrheit sagt; Betrüger (=falscher Fünfziger)
gamsiglüstern
gescheate Moin, dieungehobelte Frau
Gifthaferl, dasEiner, der unbeherrscht ist und leicht in Zorn gerät
glumpadbilliges, nutzloses Zeug
goschadvorlaut
greißlighässlich
großkopfad(=großkopfig); arrogant
gschamigverschämt, schüchtern
gscheatdumm und ohne Umgangsformen, ungehobelt
gschiagladschielend
gschlampatschlampig
gschlecktgeschleckt, herausgeputzt (negativ), schleimig
gschnappadschnippisch, vorlaut, frech
Gschwerl, dasGesindel, Proleten
Gspusi, derLiebhaber
Gwamperte, der/dieJemand, der sehr dick ist
gwamperter Uhu, derdicker & dummer Mensch
Gwasch, dasFlüssiges, das trinkbar ist, aber dem Bayer nicht schmeckt. Da könnte er gleich Waschwasser trinken. Auch die Spezi nennt er Gwasch.
Gwatschblatschal, das(=Quatschplatscherl); Kind, das Unsinniges/Lustiges macht/sagt; (siehe Platsche)
Hallodri, derTaugenichts, der nicht gern arbeitet und unzuverlässig ist; auch: Casanova, Frauenheld
Haring, dersehr dünner Mensch
Haumtaucher, derunfähiger & unkonzentrierter Mensch
Hiasl, derdummer Kerl (aber auch bayerischer Rufname für Matthias)
hintafotzighinterhältig
Hirndappiger, derbeschränkter Kerl
Hirntoni, derDepp, Dummkopf
Hirsch, derNarr, Tölpel, Einfaltspinsel
hoaklatheikel, wählerisch
Hua, dieHure
Hunzgrippe, der(=Hundskrüppel); bösartiger, gerissener Mensch; unerzogenes, unfolgsames Kind; v.a. in: Hunzgrippe verreckter!
Kachl, diealte Frau
KlampahaferlPetze
Kleschn, dieProstituierte
Klousterbritschn, dieNonne
Kniabiesla(=Kniebiesler), unreifer Bursche
Krattler, derTaugenichts; Prolet
Kreiz Biam Bam und Hollastaudn!Fluchender Ausruf (=Kreuz, Birnbaum und Hollerstauden)
Krisperl, dasschmächtiger und sehr dünner Mensch
Kruzifix!fluchender Ausruf
Lackl, derungehobelter Typ
Lätschenbeni, derantriebsloser, lethargischer Kerl
Loas, dieSchwein, Sau (sehr abwertend); besonders schmutziges Hausschwein
Loimsiada, der / Loamsieder, derlangweiliger, fader Mensch (Loam = Lehm, Siader = Sieder, etw. zum Sieden bringen)
Lucki, der & Stenz, derHallodri, Verführer
Matz, diefreche, schlagfertige Frau (früher eher negativ in Richtung vulgäre Frau, Dirne)
Matz, greisligehässliches Frauenzimmer
Matz, gscheade/gschertderbes, grobes, ungehobeltes Frauenzimmer
Mistgurgel, diebissige Frau
Mistpritschen, diebösartige Frau
Mistviech, dasbösartige Frau
Muhackl, derStoffel; unfreundliche Person, die nicht grüßt und keine Antwort gibt, wenn sie danach gefragt wird; entweder aus 1. Unfähigkeit oder 2. Boshaftigkeit, Hinterlist (je nach Region)
Narrischer, derVerrückter, Geistesgestörter
oida Mo, deralter Mann
Oide Rutschn, diealte Frau
oreidig / oraidighässlich, abscheulich, ekelhaft; aber auch: derb, seltsam
Pfenningfuchser, derEiner, der extrem geizig ist
Pfundshammel, derSteigerung von Hammel; kann auch positiv verwendet werden: „Eigentlich bist mehr ois wia a Hammel, sovui mehr, daß d‘ ma‘ fast scho wieda g’foist“.
Platsche, dieQuatschmaul; Frau, die Geheimnisse ausplaudert
Preiß, derPreußen; wird in Bayern abfällig synonym für alle verwendet, die nicht des Bairischen mächtig sind
Pressack, dersehr dicker Mensch (vgl. die Speise Pressack)
Pritschen, diebösartige Klatschbase; Flittchen
Ratschkatl, dieFrau, die gerne und viel redet
Rindviech, dasbegriffsstutziger Mensch
Rotzbua, derRotzlöffel (nur Buben, da Bua = Bub)
Ruaschn, dietollpatschige, verplante weibliche Person (als Nomen); voreilig handeln (als Verb), siehe hier mehr.
ruachatraffgierig
Saubande, dieGesindel, Lumpenpack, vgl. Bagage
Saudrack, derMensch (häufig ein Kind), der etwas Cleveres, Hinterlistiges gemacht hat
Saupreiß, dernegative Verstärkung von Preiß
schiachhässlich
Schicksen, dieFlittchen; abfällige Bezeichnung für ein Mädchen oder die Freundin
Schlawiner, derpfiffiger, gerissener, schlauer Mensch (meist wird ein Kind als solcher bezeichnet); stammt von Slowene (Slawonier) ab
Schlawack, dersiehe Schlawiner
Schlawuzi, dersiehe Schlawiner
Schmarrnbeppi, derEiner, der viel Unsinn erzählt
Schnepfen, dieDumme Kuh; eine, die sich für etwas Besseres hält, Prostituierte
Schnoin, die(=Schnalle); Prostituierte
Stodterer, derGroßstädter
Strawanzer, derJemand, der sich herumtreibt
Striezi, derStrolch; Zuhälter
Tratschen, dieKlatschbase
Tritschler, derJemand, der langsam macht und Zeit vergeudet
Trutschen, diedümmliche Frau
Urschl, diedummes, einfältiges Weib
Waschweib, dasKlatschbase
Watschengesicht, dasEin dümmliches, freches Gesicht, das den Betrachter quasi auffordert, diesem eine Ohrfeige zu verteilen (vgl. auch: Der Watschnbam fällt glei um = Drohung, dass der Sprecher gleich eine Ohrfeige verteilt)
Wedahex, dieungepflegte Frau
Weibatz, dieWeib/Weibsbild
Weiberer, derWeiberheld, Casanova
Weiberleid, dasFrauenzimmer
Weibsbild, dasFrau (abwertend)
Wurschtler, derÄhnlich wie der Tritschler, nur dass der Wurschtler sich nicht durch seine Langsamkeit, sondern durch überflüssiges Organisieren & Tun hervortut
Zeck, derJemand, der aufdringlich ist und nervt
Zipfelklatscher, derDepp, Blödmann
Zuagroaster, derZugereister, urspünglich nicht-bayerischer Mitbürger
Zwetschgenmanndl, dasdünner, schmächtiger Mann
zwidaschlecht gelaunt
Zwiderwurzen, dieschlecht gelaunter Mensch

Es fehlt Ihrer Meinung nach ein saukomisches oder einfach wichtiges bayerisches Schimpfwort? Teilen Sie es mir per Kommentar mit und es wird aufgenommen!

Dialekt macht einfach Spaß! Doch das sieht nicht jeder so. Auch Kiezdeutsch genießt nicht den besten Ruf. Lesen Sie hier mehr: Lassma jetzt was über Kiezdeutsch schreiben! Musstu dann aber auch lesen!

 

Titelbild: Splitshire.com (künstlerisch hochwertig bearbeitet von Sprachschach)

 

Katharina Tuermer

Veröffentlicht von

Aufgewachsen in einer bayerischen Kleinstadt, in der (leider) wenig Bairisch gesprochen wird, nahe der Weißwursthauptstadt München entdeckte ich während meines Lehramtsstudiums die Linguistik für mich. Das Lehramtsstudium gibt es jetzt nicht mehr, die Linguistik ist geblieben. Im Sommer 2013 habe ich meinen Magister in der Linguistik, in DaF und der Lateinischen Philologie abgeschlossen und arbeite seither in der Onlinebranche. Der Blog und damit auch die Linguistik sollen bleiben. Weitere Infos über mich findet man auf Google+ und Twitter.

55 Kommentare

  1. Pingback: Meine kleine bayerische Sprachbiographie in Schimpfwörtern

  2. Martin Stäbe

    Ist „Des is a loas“ auch ein bayerisches Schimpfwort? Hab des bisher nur von meinen Eltern und meinem Onkel gehört und wir sind ja im schwäbischen Sprachraum beheimatet. 🙂

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  3. Martin Stäbe

    Und mein bayerischer Kollege möchte gerne noch folgende Schimpfwörter aufgenommen sehen: bixn, dolde, weibatz, schlawiener, saudrack, aufr da Brennsuppn dahergschwumma, hundskrippl. O-Ton meines Kollegen nach der Lektüre deiner Schimpfwörter-Tabelle: „Das hat mich gerade erheitert.“ 🙂

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  4. …und dann gibt’s do no des Gwatschblatschal, des der Opa gern oft g’sogt hod zu Eich und aa zu seine Kinda und des aa no, wia mia scho koane Kinda mehr warn. Und de Matz, de greislige oder de gscheate, foid mia aa no ei. Aba des is nimma nett zum moana, da is des Gwatschblatschal a echta Liebesbeweis dageng.

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  5. Mega Liste!
    Wie schaut’s mit der „Ruaschn“ aus? Von meiner Mutter gerne verwendet (wenn sie über ihre Mutter spricht): „Die oide Ruaschn scho wieda“ im Kontext dass meine Oma sich nicht konzentriert bzw. nicht auf Details achtet… auch wenn sie tollpatschig ist…

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  6. Pingback: Ällabätsch: Bedeutung & Herkunft - Sprachschach.de

  7. Mei, des gfoit mia a!
    Ich bin zwar gebürtige Oberösterreicherin, aber viele Ausdrücke verwendet man bei uns genauso. Ich kann mich an dem Urbairischen (Urbayerischen?) nicht satthören. Lang lebe Monika Gruber „die Gruabarin“ und Co!
    Hoffentlich bekommst du noch viele bairische Schimpfwörter „an den Kopf“ geschmissen, um die Liste zu ergänzen. 😉 Mir fällt nur ein, dass ich irgendwo den Fluch „Sackzement und Hollerstaudn!“ gehört habe. Vielleicht kennt das ja jemand. Ich schau sicher bald wieder vorbei.
    Liebe Grüße, Christiane

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    • Katharina Tuermer

      Liebe Christiane,

      vielen Dank für dein Kompliment, des gfoit mia narrisch! Sacklzement und Birnbam und Hollastaudn gibt es tatsächlich. Da diese aber Flüche sind, wollte ich sie nicht in die Tabelle schreiben, sondern einen neuen Artikel mit Flüchen anlegen. Aber wie es immer so ist: Viel Wille, aber wenig Zeit. Das ist aber definitiv etwas für die To-do-Liste! 🙂

      Ich freue mich aber natürlich auch immer über österreichische Schimpfwörter und Flüche, immerhin sprechen die meisten Österreicher streng genommen Bairisch: http://www.sprachschach.de/tag/bairisch/

      Das sympathische Österreichische ist aber definitiv auch bald mal einen Artikel wert! 🙂

      Liebe Grüße
      Katharina

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    • Katharina Tuermer

      Im Bairischen nennt man alles Flüssige ein Gwasch, das durchaus trinkbar ist, aber einfach nicht so richtig schmeckt. Auch die/das Spezi wird gerne so genannt (das kann ich aber wirklich nicht verstehen).

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      • Spezi nennt man wahrscheinlich in Bayern Gwasch, weil es zwar trinkbar ist, aber nix gscheits halt, koa gscheits Bier halt!
        Ansonsten: tolle Liste!

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  8. Hallo KATHI,

    i glaab, bei de Schimpfwörter foit no ‚doorat‘,
    zum Beispiel doorate Heana.

    LG Papa

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    • Katharina Tuermer

      Servus Fatta,

      recht host! Zu ‚doorat‘ oder a ‚dorad‘ hob i gfundn, dass si‘ des von ‚dosohrad‘ abloat. Des is, wenn oana oane aufs Ohrwaschi duscht kriagt. Stimmt des oder hot des in dem Zsammenhang a bissl a ondere Bedeitung?

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  9. „doorat“, „dosohrat“ (kenne ich in der Variante „dusohrat“) moant z’erst amoi nix anders wia „taub“ und iss z’erst amoi koa Schimpfwort. Dazua braucht ma no des oide bayerische Wort „Kontext“ 🙂
    „I red‘ und red‘ und du reagierst net“… von der tauben Person zur „dooraten Henna“ iss grad a kloana Schritt 🙂

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  10. noch a Anmerkung zum „Dolde“ weiter oben. „Dolde = Depp, Trottel“ iss richtig. Die weibliche Form ist nicht zutreffend, richtig ist die sächliche „ein Dolde“. Darüber hinaus war es ein tiefer Stich in’s oberbayerische Herz: „da Dolde“ iss ein Schimpfwort aus dem fränkischen Sprachgebrauch. KATHI! Hier iss Klärungsbedarf zum Thema „Geltungsbereich – was sind BAYERISCHE Schimpfwörter“ 🙂 🙂 🙂

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  11. Servus,
    du hast hier Saudrack mit Saudreck übersetzt. Das ist doch aber eigentlich eher eine Bezeichnung für jemanden, häufig ein Kind, der etwas cleveres, hinterlistiges gemacht hat. „So a Saudrack“

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  12. Bockfotzngsicht ist auch ein schimpfwort,(siehe watschngsicht)
    PS bayrisch schreibt man mit y 🙂

    Antworten

    • Katharina Tuermer

      Ui, ja, das werde ich noch hinzunehmen. Zu ‚bayerisch‘ versus ‚bairisch‘ siehe sprachschach.de/tag/bairisch/: Bayerisch ist alles, was mit dem Freistaat Bayern zu tun hat, Bairisch ist der Dialekt.

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  13. Gratuliere, da entsteht eine schöne Sammlung.
    Mein Beitrag dazu:
    Abteilung Schimpfwörter
    Die Verbindung
    gwamperter Uhu
    Rotzbua elendiger
    Ganz gschert
    koudige schupfabrunzn
    Abteilung Flüche
    Sackl Zement nomoi na
    Zenesn Schesn
    Zefix halleluja
    ….
    A’n schena sonndtog no

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  14. I kenn no commod-dorat. Des sagt ma wenn der andere aus Bequemlichkeit nix hört. Eine sehr häufige Pubertätserscheinung!

    Ansonsten war ich über die Unmenge an SChimpfwörtern für Frauen geschockt. Bis du in so einem frauenfeindlichen Umfeld aufgewachsen, oder ist das tatsächlich im Bairischen so. Vom Gefühl her würd ich sagen, dass es in meinem (kindlichen) Umfeld weniger einseitig war. Vor allem diese Abwertung von Prostituierten und kein einziges Schimpfwort für die männliche Kundschaft – miese Doppelmoral!!!
    Also an männlichen Schimpfwörtern fällt mir noch Sprichbeitel ein- einer, der große Sprüche macht und nix dahinter is. Dann der Kletzn oder Kletznsepp so ein sperriger, unkommunikativer Typ, ders Mei ned aufbringt. Bei uns gabs den damischen Uhu, einer der rumspinnt und nur blöde Ideen hat.
    Ein unappetitlicher Kerl is a richtiger Pfuideifi – oder du Pfuideifi du greisliger!
    I bin doch ned dei Himbeerdoni – ich bin doch nicht der Depp vom Dienst.
    A Zwetschgenmanderl ist einer, der klein ist und wenig Muskeln hat.

    Mehr foid mia jetz ned ei!

    Servus! Geiberuam

    Antworten

  15. Lackl = ist auch großer schlacksiger Kerl
    Lätschenbeni = kommt auch von der Lätschn ziagn, was mit dem Gesichtsausdruck zu tun hat.
    hagotzack = fluchender Ausruf
    zefix = fluchender Ausruf
    gruzinäsn = wie zefix
    gruzitürkn = wie zefix
    wobei man noch hinzufügen muss, soweit ich weiß, dass sich das gruzi auf das Kreuz bzw. kreuzigen bezieht. Auf weiteres möchte ich nicht eingehen.
    Sacklzement numoi nei = fluchender Ausruf
    Verkloghafei = Petze

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  16. Schöne Liste!
    Loamsiada: Ziemlich sicher Leim(!)sieder. Man kocht(e) meines Wissens Leim aus Knochen (und aus Häuten lt Wikipedia). Das dauert wahrscheinlich lange. Wahrscheinlich stinkt es auch, ist eine unangenehme Arbeit, und helle Köpfe fanden andere, bessere Arbeit. So passt es auch ganz gut zur hiesigen (oö Zentralraum) Verwendung: untätiger und denkfauler Hohlkopf.

    Antworten

  17. Hallo! Tolle Sammlung! Liebe/r Geiberuam, da muss ich mal gleich ergänzen: die Kunden von Prostituierten werden mit Sicherheit als „oschtandig“ bezeichnet. Vor allem wenn’s a rechter „Letschnbeene“ is 🙂
    Wünsche weiter vui Spaß beim Sammeln!

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  18. Servus,
    Also dei Sammlung ist bärig, schön wenn mann so etwas zam schreibt bevor es keiner mehr kennt.
    Sprichfozn, für Jemanden der viel labert und sonst nix z’reißt.
    Kruzitürken und Kruzinesen,das sagte mei oida Moasta immer.
    Machs guad
    L.G.Hardy

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  19. Servus alle mita nander, bin verurteilt woard`n wega meiner boarischen „bezeichnung“ oalder Bodschn !
    für mi is des nur a ausdruck für an ungschickten Mensch, bzw. an pantofel.
    und ned wia behauptet „eine geringschätzung bzw. mißachtung einer Person.

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  20. Lieber fleißiger Sammler!
    Ein nur kleiner Hinweis: Der LOAMSIADA hat nichts mit „Lehm“ zu tun, LOAM kommt von „Leim“, daher die Verwandlung des „ei“ zu „oa“ wie bei vielen unserer Mundartwörter: „I schmia da glei oane!“, „Zwoa Oa“, „Loawedoag“ etc.
    Früher stellten Schreiner, Hinterglasbildmaler u.a. ihren Leim selbst her. Es war Knochenleim (Granulat oder kleine Tafeln), der in einem Topf mit wenig Wasser gesiedet wurde, bis er flüssig und somit streichfähig war. Das war ein längerer Arbeitsprozess. Möglicherweise kommt die Bedeutung dieser Verbalinjurie daher.

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  21. Krax’n =

    A) Buckelkorb

    B) Auto

    C) Unleserliche Handschrift

    Alle drei Antworten sind richtig.

    Herzliche Grüße von Salzburg nach Bayern.

    Andrea

    P.S. Ich kann im Dialekt nicht schreiben, verstehe aber jedes Wort.

    Antworten

  22. Wia wars mid Brunzbisslblede Mistgurkn? Bzw einfach nur Brunzbisslbled. Des nimmt mei bruada gean hea und bedeit blöd, hoid no aweng „negativer* Form

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