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Fußballsprüche: Die besten Fußball-Zitate

Die besten Fußballsprüche

Die Fußball-WM ist zum Greifen nahe: Heute um 22 Uhr ist Anstoß! Und neben der Vorfreude auf den rollenden Ball freue ich mich ganz besonders auf neue lustige Fußballsprüche. Denn vor und nach den Spielen lassen Fußballer, Trainer und Experten gerne mal witzige Fußballweisheiten vom Stapel. Doch wieso entstehen derart legendäre Fußball-Zitate? Sind Fußballer etwa dümmer als andere oder einfach weniger sprachbegabt?

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Erst denken, dann reden! – Das bläuten uns die Lehrer ein. Doch muss man überhaupt denken, um etwas sagen zu können? Und zwar was noch einigermaßen Sinn ergibt? Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, man müsse vorher nicht denken. Im Gegenteil, manchen würde erst auffallen, was sie sagen, wenn sie sich reden hören. Das zumindest legt der Stroop-Test nahe: Darin wurden Probanden Wörter mit Farbbezeichnungen wie Gelb, Grau oder Grün gezeigt. Die Probanden mussten jedoch nicht die Wörter vorlesen, sondern die Farbe der Schrift benennen. Diese war nicht immer identisch mit dem farbbeschreibenden Wort, wie dieses Beispiel veranschaulicht:

Gelb

Am Ende ließ der Versuchsleiter Andreas Lind die Probanden ihre eigenen Antworten hören, während parallel dazu die Fragen noch einmal erschienen. Dabei manipulierte er diese und schob den Teilnehmern falsche Antworten unter. Wohlgemerkt handelte es sich dennoch um Aufzeichnungen ihrer eigenen Stimme. Mehr als zwei Drittel der Probanden merkten nichts von der Manipulation. Antworten, die sie eigentlich korrekt beantwortet hatten, hörten sie nun als falsche Antworten. Hätten sie tatsächlich gedacht, während sie redeten, wären sie der Sache wohl nicht auf dem Leim gegangen.

Auch dieses Spiel legt nahe, dass man beim spontanen Reden nicht viel denkt bzw. plant:

– Sagen Sie zehnmal hintereinander ‚Weiß‘!

– Weiß, weiß, weiß, weiß, weiß, weiß, weiß, weiß, weiß, weiß, weiß.

– Was trinkt die Kuh?

Wenn Sie jetzt ‚Wasser‘ geantwortet haben, dann sind Sie gut. Oder kennen mit hoher Wahrscheinlichkeit das Spiel. Nicht verwunderlich ist jedoch, dass sie sofort ‚Milch‘ sagten, auch wenn das bei genauer Überlegung falsch ist. Unser Gehirn assoziiert die Farbe Weiß mit Milch und lässt sich so leicht veräppeln. Trotzdem kennen Sie natürlich die richtige Antwort.

Und ebenso wie Sie bei diesem Spiel bestimmt schon einmal reingefallen sind oder etwas vollkommen Sinnloses in die Runde geworfen haben, passiert das auch Fußballern. Vor allem mit Sauerstoffmangel nach dem Spiel. Nur dass die meisten von uns wohl nicht in der Öffentlichkeit stehen und am nächsten Tag in der Zeitung lesen, was sie da so gefaselt haben. Aber während unser sinnlos Gesagtes verhallt, werden Fußballer eben unsterblich damit. Es gibt Schlimmeres.

Sie sind noch nicht in Fußballstimmung? Dante bringt Sie gewiss in Feierlaune!

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Es fehlt ein lustiger Fußballspruch? Lassen Sie es mich mit einem Kommentar wissen!

 

Hier sind noch einmal alle Fußballsprüche aufgelistet:

Das Chancenplus war ausgeglichen. (Lothar Matthäus)

Wir sind eine gut intrigierte Truppe. (Lothar Matthäus)

Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken. (Lothar Matthäus)

Der Rizzitelli und ich sind schon ein tolles Trio, ….äh Quartett. (Jürgen Klinsmann)

Da kam dann das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief’s ganz flüssig. (Paul Breitner)

Wir müssen jetzt mit dem Boden auf den Füßen bleiben. (Jürgen Röber)

Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch das Pech dazu. (Jürgen Wegmann)

Mal verliert man, mal gewinnen die anderen (Otto Rehagel).

Ich hab gleich gemerkt, das ist ein Druckschmerz, wenn man drauf drückt. (Lothar Matthäus)

Körperlich bin ich gut drauf, physisch natürlich auch. (Thomas Häßler)

Da muss dann mal einer die Hand ins Heft nehmen. (Thomas Helmer)

Es steht 1:1, genauso gut könnte es umgekehrt stehen. (Heribert Faßbender)

Wie so oft liegt auch hier die Mitte in der Wahrheit. (Rudi Völler)

Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär. (Hans Krankl)

Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert. (Olaf Thon)

Ihr fünf spielt jetzt vier gegen drei. (Fritz Langner)

Ein Drittel? Ne, ich will mindestens ein Viertel. (Horst Szymaniak)

Zu fünfzig Prozent haben wir es geschafft, aber die halbe Miete ist das noch nicht. (Rudi Völler)

Zwei Chancen, ein Tor – das nenne ich hundertprozentige Chancenauswertung. (Roland Wohlfarth)

Mein Problem ist, dass ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber. (Andreas Möller)

Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß! (Andreas Brehme)

Das wird alles von den Medien hochsterilisiert. (Bruno Labbadia)

Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien! (Andreas Möller)

Und wie sieht’s in Brasilien aus, dem Mutterland des Fußballs? (Wolf-Dieter Poschmann)

Wenn wir Deutschen tanzen und nebenan tanzen Brasilianer, dann sieht das bei uns eben aus wie bei Kühlschränken. (Berti Vogts)

Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl. (Andreas Möller)

Ich habe fertig. (Giovanni Trapattoni)

 

Rasenbild: © rangizzz – Fotolia.com (bearbeitet von Sprachschach.de)

Katharina Tuermer

Veröffentlicht von

Aufgewachsen in einer bayerischen Kleinstadt, in der (leider) wenig Bairisch gesprochen wird, nahe der Weißwursthauptstadt München entdeckte ich während meines Lehramtsstudiums die Linguistik für mich. Das Lehramtsstudium gibt es jetzt nicht mehr, die Linguistik ist geblieben. Im Sommer 2013 habe ich meinen Magister in der Linguistik, in DaF und der Lateinischen Philologie abgeschlossen und arbeite seither in der Onlinebranche. Der Blog und damit auch die Linguistik sollen bleiben. Weitere Infos über mich findet man auf Google+ und Twitter.

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