Der Superlativ von Stolz ist Dünkel, der Komparativ ist Arroganz. (Erhard Blanck)
Artikel
9 Kommentare

Rechtschreibung auf Facebook: Eure Arroganz törnt mich ab!

Letztens postete eine Freundin auf Facebook folgenden Status: „Gibt es den eigentlich keinen Anstand mehr?“ Darauf antwortete ihr Facebook-Freund Andi: „Gibt es denn eigentlich keine Rechtschreibung mehr?“, und erntete dafür einige Schulterklopfer in Form von Likes. Warum eigentlich, hat er doch überhaupt keinen Bezug auf die inhaltliche, wenn auch rhetorische Frage genommen?
[Weiterlesen]

Deutsche Sprache in der Europawahl 2014
Artikel
1 Kommentar

Wahlkampfthema ‚Deutsche Sprache‘ in der Europawahl 2014: Stolz & Vorurteil in der Politik

Am Sonntag wird in der EU gewählt. Oder vielmehr gegen die EU. Die Parteien machen Stimmung mit Olivenölkännchen- und Toilettenspülverordnungen; wovon erstere letztlich nicht verabschiedet wurde und zweitere keine Verordnung, sondern lediglich eine Empfehlung ist. Und da derartige Stimmungsmacher offensichtlich nicht genügen, muss auch die deutsche Sprache herhalten – ein Thema, bei dem alle mitreden wollen. Als Experte versteht sich. Wie ein Fußballfan, der sich selbst für besser als Ribéry, Neymar oder Ronaldo hält. Und genau so brisant wie Fußball ist die deutsche Sprache auch – ein Gemeingut eben. [Weiterlesen]

Manipulator und Betrüger?
Artikel
5 Kommentare

Wie Guttenberg sich zum Opfer stilisiert – Manipulation durch Sprache

Der griechische Philosop Aristoteles definierte den Menschen als animal rationale. Das wurde vielfach so verstanden und übersetzt, als sei der Mensch ein vernünftiges Lebewesen. Das ist allerdings nicht der Fall. Er ist ein vor allem durch seine Antriebe und Emotionen getriebenes Wesen, das nur gelegentlich Spuren von Vernunft aufweist (Prost 2009).

Jeder Mensch manipuliert. Mal mehr, mal weniger. Manipulation ist fast schon ein menschlicher Instinkt. Dabei spielt sich Manipulation meist gar nicht auf der bewussten Ebene ab und ist auch per se nicht negativ. Erst nach dem zweiten Weltkrieg erhält dieser Begriff eine pejorative Konnotation, wird als etwas Schlechtes aufgefasst: „Der Begriff impliziert in der Regel Täuschung des anderen zum eigenen Vorteil“, schreibt beispielsweise Dr. Hilke Elsen, Dozentin an der LMU München.
[Weiterlesen]