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Yoda-Sprache: 5 merk-würdige Fakten, die du als Fan wissen musst

Yoda, der sagt: "Sprache sprechen du musst!"

„Das Erwachen der Macht“, der siebte Teil der „Star Wars“-Saga, eilt von Rekord zu Rekord. Nach nur zwölf Tagen hat der neue Film weltweit mehr als eine Milliarde US-Dollar eingespielt. Auch in puncto Besucherzahlen bricht er alle Rekorde. Obwohl der kleine grüne Publikumsliebling Yoda in der sechsten Episode verstarb, hat der Jedi-Meister im aktuellen Streifen noch etwas zu sagen. Für alle treuen Yoda-Fans haben wir in diesem Beitrag fünf merk-würdige Fakten über Yoda-Sprache zusammengetragen.

1.) Yoda-Sprache ist eine sogenannte OSV-Sprache. Damit wird in der Sprachtypologie eine Sprache bezeichnet, in der Objekt, Subjekt und Verb in dieser Reihenfolge erscheinen. Im Deutschen folgen Hauptsätze in der Regel dem Muster Subjekt-Verb-Objekt (SVO-Sprache). Sprachforscher haben 2011 mehr als 2000 Sprachen und deren wahrscheinlichen Stammbaum analysiert und daraus geschlossen, dass manche unserer Vorfahren offenbar so wie Yoda redeten. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit kann man hier einsehen.

2.) Die fiktive Sprache von Yoda hat viel Aufmerksamkeit erregt und vor allem Fans der Saga machen sich einen Spaß daraus, zu verschiedenen Gelegenheiten im Alltag Sprachkauderwelsch der Kultfigur zum Besten zu geben. Dafür muss man nicht einmal Yodas Satzbauregeln kennen – ein Sprachgenerator bietet hier schnelle Hilfe: Einfach einen klugen Satz eingeben (z. B. „You are what you do“), auf „Convert to Yoda-Speak!“ klicken und in Sekundenbruchteilen spuckt das Programm den Satz in Yoda-Sprache aus. Leider funktioniert das Übersetzungstool nur bei englischen Sätzen.

3.) Wusstest du, dass du mit Yoda-Sprache Passwort-Knackern das Leben schwer machen kannst? Meist nutzen User im Internet zur Erzeugung von Passwörtern eine bekannte Vorlage, zum Beispiel eine Zeile eines Lieds oder ein Filmzitat, was Kriminellen die Entschlüsselung dank Zitat- und Wörterbuch-Datenbanken erleichtert. Auch können Passwörter einfacher geknackt werden, wenn bei der Erstellung die gewohnten Grammatik-Regeln zum Einsatz kommen. Die Moral von der Geschichte: Bei der Passwort-Generierung kann und sollte man sogar aus Sicherheitsgründen auf korrekte Grammatik verzichten. Yoda, er bestimmt zufrieden wäre.

4.) Yoda nutzt die uns ungewohnte Syntax, um seinen weisen Worten Nachdruck zu verleihen. Außerdem verschafft sie ihm in der Saga eine hervorgehobene Stellung. Das von ihm verwendete rhetorische Mittel der Inversion ist häufig im Bereich der Poesie anzutreffen. Dort sollen sich die Wörter am Ende der einzelnen Verse reimen. Wer Yoda-Sprache versteht, hat übrigens leichteren Zugang zu den Werken von William Shakespeare. Das Studium der Dialoge in „Star Wars“ sollte daher zum Pflichtprogramm für Anglistik-Studenten zählen.

5.) Um Yoda bei „Star Wars“-Anhängern überzeugend nachzuahmen, muss man nicht nur Yoda-Sprache beherrschen, sondern auch Tonfall und Auftreten des Großmeisters. Wer im Karneval oder bei einer „Star Wars“-Party in die Rolle des grünen Männchens schlüpfen möchte, sollte zuvor dieses Tutorial auf Wikihow.com genauer studieren.

Das waren 5 Dinge über Yoda-Sprache, die Anhänger unbedingt wissen sollten. Haben wir etwas vergessen? Dann schreibt uns im Kommentarfeld im Anschluss an diesen Beitrag. Möge die Kommentarmacht mit euch sein. 😉

Bild: Karoline Zanke

Martin Stäbe

Veröffentlicht von

Auch wenn während des Studiums Zahlen im Mittelpunkt standen, gilt meine Leidenschaft neben der französischen auch der deutschen Sprache - vor allem in gedruckter Form. Ob als freier Journalist für die Zeitung meiner Heimatstadt Augsburg, als langjähriger Spielberichterstatter für den dortigen Bundesliga-Klub oder als Autor eines französischen Jugendmagazins: In meiner Freizeit drehte und dreht sich viel um das Thema Schreiben. Auch beruflich habe ich als Content Manager mit Texten zu tun, und zwar überwiegend mit Webtexten für Online-Shops. Schach kann ich zwar nicht spielen, dafür spiele ich umso lieber mit Sprache. Sprachschach bietet mir eine wunderbare Möglichkeit, mich in Sachen Rechtschreibung, Grammatik & Co. einmal so richtig auszutoben.Hier geht's zu meinem Xing- und Google+-Profil!

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